Wissenschaftliche Grundsätze

Die klinische Praxis konzentriert sich auf die primäre Prävention der kardiovaskulären Erkrankung durch die Modifikation und pharmakologische Behandlung, ärztlich oder nicht-ärztlich geführt, von erhöhten Risikofaktoren. Die Prävention der Entwicklung von Risikofaktoren oder deren Korrektur ist von größter Wichtigkeit, um eine optimale Herzgesundheit für die gesamte Bevölkerung zu erreichen.

Werden Risiken nicht korrigiert, führen diese zu symptomatischen oder a-symptomatischen Krankheitsprozessen. Das Leiden der Menschen können wir durch integrierte Versorgungsprozesse dank vernetzender Technologien und vorausschauender Analytik korrigieren. Unser unternehmerisches Handeln fokussiert sich auf die American Heart Association (AHA), European Society of Hypertension (ESH) und internationale Top-Medical-Advisor.

Medical Advisor

Wissenschaftliches Denken unterstützt den Wechsel zu einer umfassenden patientenzentrierten Versorgung. Der Medical Advisor bildet die Schnittstelle zu den Versorgungsakteuren, ist der Garant für die Integration innovativer Technik und bindet die Patienten in eine kosteneffektive Versorgung ein.

PROCAM®-Risiko-Score

Risiko-adjustiertes Management und Intervention

Die Risikobestimmung für einen Herzinfarkt, Schlaganfall oder Metabolisches Syndrom mittels der PROCAM®-Tests erlaubt das Erkrankungsrisiko zu quantifizieren und eröffnet damit Chancen für eine geeignete Prävention, insbesondere bei Hochrisikopersonen, die oft noch klinisch beschwerdefrei sind.

Anhand einer webbasierten Analyse, auf Basis verschiedener Fragen und der Blutdruckwerte, sind Aussagen zum Herzinfarktrisiko möglich. Beim PROCAM®-Schnelltest wird geprüft, ob ein hohes Risiko besteht, in den nächsten Wochen, Monaten oder Jahren einen Herzinfarkt zu erleiden.

Der Schnelltest beruht auf der statistischen Analyse nach „Weibull“ und ist geeignet für Frauen und Männer im Alter von 20 bis 75 Jahren unter Berücksichtigung des Blutdruckwerts. Anhand einer webbasierten Analyse und auf Basis von verschiedenen Frage und der Blutdruckwerte sind Aussagen zum Herzinfarktrisiko möglich.
Der Gesundheitstest hat eine hohe Sensitivität und Spezifität für Herzinfarkt, Schlaganfall und Metabolisches Syndrom.

Der PROCAM®-Gesundheitstest hat eine höhere Sensitivität und Spezifität in der Risikovorhersage als der Schnelltest. Er erfordert neben persönlichen Angaben zu erblicher Vorbelastung auch bestimmte Blutwerte: Blutfette (LDL-Cholesterin, HDL-Cholesterin, Triglyzeride), Nüchternblutzucker oder die Kenntnis über einen vorhandenen Diabetes oder ein Metabolisches Syndrom.

Personalisierte Medizin

Patentierte und innovative Sensoriken messen die individuelle Hämodynamik der Patienten. Eine Analyse der zentralen Blutdruckwerte und der Leistungsfähigkeit des Herzens – gemessen durch Herzminuten-Volumen und peripheren Widerstand – eröffnen erstmalig eine personalisierte Therapie und medizinische Betreuung für Herz-Kreislauf-Patienten.

Es soll jeder Patient unter weitgehender Einbeziehung individueller hämodynamischer Werte, über die funktionale Krankheitsdiagnose hinaus, gemanagt werden. Durch die Sensorik der mHealth-Technologien wird die fortlaufende Anpassung in die personalisierte Therapie gewährleistet. Evidenz-basierte Daten zeigen auf, dass Einsparungen von Therapien und entstehenden Kosten möglich sind und Krankenhauseinweisungen reduziert werden können.

Dazu bietet CAREtower patentierte Innovationen an, die einen kompletten Umbruch der Therapieentscheidungen und personalisierten Therapie bei Herz-Kreislauf-Patienten absichern.

Beweis:

  1. Modeling arterial and left ventricular coupling for non-invasive measurements
    Source: https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1569190X08000865
  2. Assessment of Model Based (Input) Impedance, Pulse Wave Velocity, and Wave
    Reflection in the Asklepios Cohort
    Source: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4626380/

Bewegung als Therapie

Der Kardiologe Dr. Dogu über das „AOK Herzgesundheit digital“-Programm zur Bekämpfung von Bluthochdruck:

 

„Bewegung als Therapie“ ist genauso effektiv wie ein Medikament.

Studien eröffnen evidenz-basierte Richtlinien und zeigen international mit entsprechenden Empfehlungen der Kardiologen auf, dass schon mäßige Bewegung zur nachhaltigen Gesundheitserhaltung und -förderung beiträgt.

Für Menschen mit Herz-Kreislauf-Problemen oder Metabolisches Syndrom wird der Nachweis erbracht, dass die Morbidität und Mortalität erheblich gesenkt werden.
In einer Studie im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK) konnten Münchner Wissenschaftler zeigen, dass besonders Herzpatienten und Diabetiker von einer täglichen Dosis Sport profitieren.

Risiko-Scores sensibilisieren für das eigene Herzalter und formulieren erstmalig ein effektives Interventionsprogramm. In der Primärprävention kann eine Mortalitäts- und Morbiditäts-Reduktion um bis zu 60 % erreicht werden und in der Sekundärprävention kann die Morbidität, aber nicht die Mortalität, gesenkt werden. Die Studienergebnisse dürften Mut machen. Durch „Bewegung als Therapie“, auch im höheren Lebensalter, lassen sich der Gesundheitszustand und die Leistungsfähigkeit langfristig verbessern.

„Bewegung als Therapie“ hilft nicht nur Risikopatienten, sondern dämmt auch die hohen Kostensteigerungen für Medikamente ein.

CAREtower orientiert sich an Lösungen der evidenz-basierten Medizin, d.h. es wird eine Mischung aus sportmedizinischer Betreuung, aktiver Trainingshilfe und motivierendem Coaching angeboten.

Pulswellen-Analyse (PWA)

Gestern wurde in mmHg Blutdruck gemessen – heute wird Gefäßsteifigkeit in m/s gemessen
Die Gefäßsteifigkeit wird mit der Pulswellengeschwindigkeit (PWV), Messeinheit m/s, quantifiziert. Je steifer die Gefäße sind, umso höher ist die PWV.

Die prognostische Bedeutung der PWV, hinsichtlich Herzinfarkt, Schlaganfall und Nierenversagen, ist höher als die herkömmliche Betrachtung des Blutdrucks und der Messung des Cholesterins.

Kosten-Nutzen-Effektivität

Um eine Kosteneffizienz zu gestalten, werden Beurteilungskriterien und Klassifizierungssysteme notwendig. Die vorausschauende Analytik sichert ausgewählte Klassifizierungs- und Therapiegruppen ab, senkt den „willingness to pay threshold“, um die Höhe der „QALY“ langfristig zu senken. Die Beurteilungskriterien werden nach den evidenz-basierten Richtlinien festgelegt. Mit einer ROC von 0,82 ist der PROCAM®-Score mit folgenden Kerntechnologien für die Gestaltung der gesundheitsökonomischen Kosten-Nutzen-Effektivität einsetzbar:

  • Upgrades digitaler und analoger Gesundheits-Check-ups
  • Quantifizierung und Qualifizierung des absoluten Risikos für Herzinfarkt, Schlaganfall und Metabolisches Syndrom
  • Festlegung von Gesundheitszielen und Monitoring auf CAREtower-Plattform
  • Überwachung der Zielvereinbarungen und Leistungsdatenberechnung (KPI)
  • Ergebnisvalidation nach epidemiologisch abgesicherten evidenz-basierten Daten